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Isidor Stürber wurde im Jahre 1916 in Hundszell als Arbeiterkind
geboren. Diese Tätigkeit prägte seine Beziehung zum bäuerlichen Beruf
und sein Interesse an landwirtschaftlichen Gerätschaften, die
er ab dem Jahre 1965 mit wachsender Begeisterung sammelte und
auf dem Dachboden der Hundszeller Kirche zu einem kleinen Privatmuseum
zusammentrug. Als die Zahl der Geräte wuchs und der Platz immer
knapper wurde, trieb ihn der Gedanke an die Zukunft seiner Sammlung
um. Die Qualität, der Umfang und die regionalspezifische Geschlossenheit
hatten bereits das Interesse namhafter bayerischer Museen an
der sogenannten "Stürber-Sammlung" geweckt. Die Verbundenheit
Isidor Stürbers mit seiner Heimatstadt gab letztendlich den
Ausschlag, die Sammlung 1980 geschlossen dem Stadtmuseum Ingolstadt
zu übereignen, auch wenn vorerst keine Möglichkeit bestand,
sie als kleines Bauerngerätemuseum öffentlich zu präsentieren.
Trotzdem sammelte Isidor Stürber zusammen mit dem Stadtmuseum
weiter und nach einem Jahrzehnt füllten über 2000 Exponate die
städtischen Museumsmagazine. Mit seiner Sammel- Sein allzu früher Tod im Jahre 1991 bereitete dem Sammeleifer dieses verdienstvollen und engagierten Mitbürgers ein jähes Ende. Seinem Interesse an der Geschichte und seinem unermüdlichen Einsatz hat die Stadt Ingolstadt eine Sammlung zu verdanken, deren Aufbau auch mit großem finanziellen Aufwand in dieser Geschlossenheit heute nicht mehr möglich wäre. Das diese Bauerngerätesammlung als neue Abteilung des Stadtmuseums ausgerechnet in dem Ort zu besichtigen ist, wo Isidor Stürber bis zu seinem Tod gelebt, gewirkt und die ersten Bauerngeräte zusammengetragen hat, ist der Leistung und Bedeutung dieses Mannes angemessen und eine nachträgliche Auszeichnung für seine Verdienste. |
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